Hat eine schwangere Frau häufigen Kontakt mit Putz- oder Desinfektionsmitteln, so könnte sich für ihr Kind daraus ein größeres Risiko ergeben, an Asthma zu erkranken. Demnach erhöht insbesondere der regelmäßige, berufliche Umgang mit entsprechenden Reinigungsmitteln das Erkrankungsrisiko, sofern die Frauen auch bereits kurz vor der Schwangerschaft damit konfrontiert waren.
3.318 Mutter-Kind-Paare wurden im Rahmen der Studie vor diesem Hintergrund näher unter die Lupe genommen. Es wurde ermittelt, wie häufig es bis zum zehnten Lebensjahr ihrer Kinder zu den Asthma-Symptomen gekommen war. 1.307 Mütter davon hatten beruflich regelmäßig in Innenräumen mit derartigen Putzmitteln zu tun.
Die restlichen teilnehmenden Frauen dienten als Vergleichsgruppe. Es wurde unter anderem festgehalten, ob die Frauen bereits vor der Empfängnis, etwa direkt zur Zeit der Empfängnis, während der Schwangerschaft oder erst nach der Geburt des Nachwuchses mit den Reinigungsmitteln in regelmäßigem Kontakt standen.
Bei der Auswertung zeigte sich, dass die Kinder von den Müttern, die auch bereits vor der Empfängnis häufigen Putzmittelkontakt hatten, ein um über 50 % erhöhtes Risiko hatten, in ihrem Leben an Asthma zu erkranken. Sofern der permanente Umgang mit diesen Mitteln erst nach der Entbindung begonnen hatte, konnte kein nachteiliger Effekt auf das Asthmarisiko beobachtet werden.
Tjalvin, G. et al.
Maternal preconception occupational exposure to cleaning products and disinfectants and offspring asthma
ScienceDirekt
1/2022; 149: 422-431.
